Gib hier deine durchschnittliche Bildschirmzeit pro Tag ein!
In der Zeit könntest du 142 Pullover stricken, wenn du jeden Monat einen Pullover strickst
In der Zeit könntest du 4309 Spaziergänge machen, wenn du jeden Tag eine halbe Stunde gehst
*Alle Zahlen gehen davon aus, dass du dein Handy von 18 bis 81 Jahren nutzt, also insgesamt 63 Jahre.
173m - Soviel scrollt ein Mensch in Deutschland durchschnittlich am Tag. Das besagt eine Studie aus dem Jahr 2019, die mittlerweile 7 Jahre alt ist. Damals war die durchschnittliche Bildschirmzeit der Deutschen noch 59 Minuten. Mittlerweile hat sie sich allerdings mehr als verdoppelt. Aktuell wird mit etwa 180 Minuten am Tag gerechnet, und auch durch den zunehmenden Konsum von Reels, TikTok und Co. gegenüber herkömmlichen Websites oder das Lesen von Online Artikeln, vervielfacht sich die Strecke, die wir mit dem Daumen zurücklegen.
Veränderung schaffen
Veränderung entsteht in kleinen Schritten. Du kannst schon heute kleine Gewohnheiten in deinen Alltag implementieren und Tag für Tag einen Fortschrtitt sehen.
1. Fang zum Beispiel damit an, deinen Handybildschirm Schwarz-Weiß einzustellen. Dadurch erscheint der Bildschirm weniger aufregend und stimulierend und die Außenwelt umso bunter.
2. Veränderung entsteht nicht über Nacht? Doch, das kann sie! Nimm dir zum Beispiel vor, dein Handy heute eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen nicht mehr zu benutzen. Indem du dir selbst solche kleine Versprechen machst und sie einhälst, lernt dein Gehirn, dass Veränderung und Fortschritt real ist.
3. Ersetze die Funktionen deines Handys mit Gegenständen. Verwende zum Aufwachen zum Beispiel einen klassischen Wecker und lasse dein Handy nicht neben dem Bett liegen oder schreibe deine Termine und Gedanken in ein analoges Notizbuch.
4. Wenn du mal wieder aus Reflex zum Handy greifst, dann frag dich, was du wirklich an deinem Handy machen musst oder ob du es nur aus Gewohnheit in die Hand genommen hast.
5. Lege dein Handy beim Essen oder wenn du dich mit Freunden triffst außer Reichweite.
6. Stelle einen Sperrbildschirm ein, der dich daran erinnert, dass du weniger Zeit am Handy verbringen willst.
Wenn du das Gefühl hast, dass deine Handynutzung deinen Schlaf, deine Arbeit, deine Beziehungen oder dein Wohlbefinden beeinträchtigt und du trotz wiederholter Versuche kaum etwas ändern kannst, kann es sinnvoll sein, das Thema mit einer psychologischen Fachperson zu besprechen. Oft steckt hinter exzessiver Nutzung auch Stress, Einsamkeit oder ein anderes Problem, das sich gezielt angehen lässt. Hilfe bekommst du zum Beispiel hier:
https://www.osb-hamburg.de
Kunstprojekt
Das Ziel der Installation ist es, diese sonst unsichtbare Distanz von 173 Metern im Raum sichtbar zu machen. Sie ist ein Gedankenexperiment, bei der die Inhalte, die man auf dem Display sieht, nicht nach dem Scrollen verschwinden, sondern zu einem langen Streifen werden. Der Streifen ist weiß und leer. Dadurch soll die Leere visualisiert werden, die man oft nach dem „Doomscrolling“ verspürt, wenn man sich an den Großteil der konsumierten Inhalte nicht einmal erinnern kann. Der erste Schritt zur Veränderung ist Realisation - zu dieser Realisation soll die Installation verhelfen, indem sie das unsichtbare Ausmaß der „Dopamin-Falle“ sichtbar macht.
25m
50m
100m
150m