Als Meteor (Mehrzahl die Meteore, Singular:
der Meteor, selten oder fachsprachlich auch: das Meteor)
wird das Aufleuchten von Sternschnuppen bezeichnet, wenn sie als
kleine Gesteins- oder Staubteilchen in der Hochatmosphäre verglühen,
sowie das Aufleuchten größerer Körper (Feuerkugeln).
Die astronomische Wissenschaft der Meteore im engeren Sinne ist die
Meteorkunde. Als Meteore werden heute vor allem die Leuchterscheinungen
der Sternschnuppen bezeichnet; bei größerer Helligkeit spricht man von
Feuerkugeln oder Boliden. Sie werden von kleinen, in die Erdatmosphäre
eindringenden Meteoroiden erzeugt, die beim Verglühen die Luftteilchen
ionisieren (Rekombinationsleuchten). Die wenigen bis zur Erdoberfläche
herabfallenden Körper nennt man Meteorite.
Die Überreste des Verglühens und die feinsten, nicht freiäugig
sichtbaren Meteore (Mikrometeoriten) ergeben dann die
extraterrestrischen Aerosole. Die Schätzungen des dauernd
herabrieselnden Meteorstaubs reichen von einigen hundert bis 5000 Tonnen
pro Tag.
Fast immer sind die meisten Sternschnuppen in der zweiten Nachthälfte zu
sehen, weil dann der Beobachter auf der Vorderseite der Erdbewegung um
die Sonne liegt. Besonders deutlich wird dies bei der Beobachtung von
Meteorschwärmen wie den Perseiden im August oder den Geminiden im
Dezember.
Meteor über Chia, Sardinien